{"id":28818,"date":"2016-10-07T00:00:00","date_gmt":"2016-10-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.revuemusicale.ch\/blog\/2016\/10\/07\/les-hem-suisses-cultivent-la-diversite-lebendige-vielfalt-an-den-schweizer-musikhochschulen\/"},"modified":"2023-01-19T15:50:19","modified_gmt":"2023-01-19T14:50:19","slug":"les-hem-suisses-cultivent-la-diversite-lebendige-vielfalt-an-den-schweizer-musikhochschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.revuemusicale.ch\/en\/basis\/2016\/10\/les-hem-suisses-cultivent-la-diversite-lebendige-vielfalt-an-den-schweizer-musikhochschulen","title":{"rendered":"LES HEM suisses cultivent la diversit\u00e9 \/ Lebendige Vielfalt an den Schweizer Musikhochschulen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/www.revuemusicale.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Logo_KMHS-2.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><strong>Die Absicht der Konferenz Musikhochschulen Schweiz (KMHS) liegt unter anderem darin, die Vielfalt der einzelnen Schulen zu f\u00f6rdern, um damit eine m\u00f6glichst umfassende stilistische Breite der professionellen Musikausbildung und der Musikp\u00e4dagogik zu gew\u00e4hrleisten. Die Bandbreite dieser Angebote ist umfassend.<\/strong><\/p>\n<div class='text-section'>\n<p>One of the aims of the Conference of Swiss Music Schools (CHEMS) is to encourage the diversity of Swiss schools, so as to guarantee the widest possible range of musical styles and musical pedagogy. The range of these offerings is far-reaching. In addition to the standard training programs, some universities offer their own individual programs. The Zurich University of the Arts (Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste) is one of Europe's leading art schools, offering a wide range of Bachelor's and Master's programs, as well as complementary courses. The two universities in French-speaking Switzerland, located in Geneva and Lausanne, complement each other ideally in terms of content diversity. The Geneva school is home to the Institut Jaques-Dalcroze, founded in 1915, one of the world's oldest institutions for the teaching of music and movement. In Lausanne, the jazz and contemporary music departments are offered exclusively in French-speaking Switzerland. In this respect, Lucerne makes a particularly important contribution to the diversity of the Swiss (and even European) landscape of music colleges. Indeed, Swiss folk music has enjoyed an unexpected surge of interest in recent decades, to which Lucerne has responded with a folk music department. To illustrate the incredible range on offer, let's take a look at Basel and the interpretation of early music. Basel is an internationally renowned knowledge center, where the music of the past is played, studied and researched. The Bern University of Music bridges the gap between the German and French-speaking parts of Switzerland, with a particular focus on music education. The diversity of the Ticino School of Music, meanwhile, is supported by its Italian-speaking environment, in which the school plays a leading role in the field of instrumental and vocal pedagogy, notably with a double Master's degree in collaboration with the Locarno Teacher Training College.<\/p>\n<p><i>Matthias von Orelli -<\/i> Neben den generellen und bei allen Schulen \u00e4hnlichen Ausbildungsprogrammen profilieren sich die einzelnen Hochschulen mit individuellen Angeboten. Dieser Vielfalt an der jeweiligen Hochschule begegnen die Studierenden tagt\u00e4glich, etwa im umfangreichen Angebot des vielseitigen, kulturellen Umfelds, die ihre Grundlage teilweise auch in der Geschichte der einzelnen Institute haben. Die Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste entstand aus der Fusion der Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst und der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater und ist seit September 2014 im kreativen Umfeld des Toni-Areals untergebracht. Mit einem enormen Angebot von Bachelor- und Master-Studieng\u00e4ngen sowie Weiterbildungen in unterschiedlichsten Kunstbereichen, aber auch der Forschung, k\u00fcnstlerischen Forschung oder De-signforschung, ist sie eine der f\u00fchrenden Kunsthochschulen Europas. Diese Vielfalt erm\u00f6glicht es, auf komplexe Fragen der aktuellen Zeit disziplin-\u00fcbergreifende Antworten zu geben, die in starken disziplin\u00e4ren Kompetenzen begr\u00fcndet liegen. Z\u00fcrich legt dabei grossen Wert auf nationale und internationale Kooperationen (etwa zu Uni und ETH), die den Studierenden Netzwerke f\u00fcr ihre k\u00fcnftige T\u00e4tigkeit er\u00f6ffnen. <\/p>\n<p>Mit Genf und Lausanne verf\u00fcgt die Romandie \u00fcber zwei Musikhochschulen, die sich dank ihrer inhaltlichen Schwerpunkte in ihrer Vielfalt ideal erg\u00e4nzen. Mit dem Konservatorium hat Genf die \u00e4lteste Musikausbildungsst\u00e4tte in der Schweiz und schaut auf eine entsprechend lange Tradition zur\u00fcck. Mit dem Institut Jaques-Dalcroze, welches 1915 gegr\u00fcndet wurde, beherbergt sie gleichzeitig eine der \u00e4ltesten Institutionen auf dem Gebiet der Musik- und Bewegungsausbildung. Dazu erg\u00e4nzend befindet sich in Lausanne das gemeinsame Institut romand de p\u00e9dagogie musicale (IRPM) der beiden Musikhochschulen, das sich schwerpunktm\u00e4ssig mit der Bildung, Musikerziehungsforschung und der Vermittlung von Musik auseinandersetzt, erg\u00e4nzt durch die Berufsausbildung von Musiklehrerinnen und Musiklehrern sowie von Musikdozenten. Die Vielfalt wird, und das zeigen die Hochschulen von Genf und Lausanne beispielhaft, auch durch zahlreiche Kooperationen mit regionalen Partnern bereichert. Ein weiterer Aspekt bildet in Genf der im Studienjahr 2016\/2017 erstmals angebotene Master-Studiengang auf dem Gebiet der Musikethnologie (in Zusammenarbeit mit den Universit\u00e4ten von Genf und Neuenburg). Eine weitere Bereicherung stellt das gemeinsame Mitwirken der beiden Westschweizer Musikhochschulen beim Institut de recherche en musique et arts de la sc\u00e8ne (IRMAS) dar. <\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class='text-section'> <strong>Elektronische, Neue und Gegenwartsmusik<\/strong><\/p>\n<p>Das in Genf beheimatete und 2005 gegr\u00fcndete Zentrum f\u00fcr elektroakustische Musik (CME) ist - neben dem gleichsam renommierten Institute for Computer Music and Sound Technology in Z\u00fcrich - ein Exzellenzzentrum auf dem Gebiet der Komposition, der Elektroakustik und musikalischen Informatik. Dieses Zentrum stellt sich den Fragestellungen der Verbreitung und \u00dcbertragung elektronischer Musik und den Divergenzen zwischen technischen Neuerungen und traditionellem Komponieren. Bedeutung erlangt die dortige Arbeit durch die internationale Zusammenarbeit mit Instituten wie dem IRCAM in Paris oder der Schulich School of Music of McGill University in Montr\u00e9al. Historisch gesehen wird an der Hochschule f\u00fcr Musik Lausanne die klassische Musik seit \u00fcber 150 Jahren gelehrt. Die Angebotspalette wird durch die Abteilungen Jazz und Gegenwartsmusik (die \u00fcber vier Standorte verteilt sind) im Besonderen erg\u00e4nzt. Die Lausanner Hochschule arbeitet zudem sehr eng mit nicht berufsbezogenen Studieng\u00e4ngen am Conservatoire de Lausanne zusammen, was f\u00fcr Studierende besonders vorteilhaft ist.<\/p>\n<p>Auf dem Gebiet der Neuen Musik bietet auch die Musikhochschule Luzern mit Contemporary Music Studies zukunftsweisende Lehrg\u00e4nge in den Bereichen Interpretation, Improvisation und Komposition an. Diese richten sich an Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, die eine k\u00fcnstlerisch-interpretatorische T\u00e4tigkeit in zeitgen\u00f6ssischer Musik anstreben. Den Absolventen werden beispielsweise die Mitwirkung im Ensemble HELIX, im OFF-Programm der Donaueschinger Musiktage oder die Mitgestaltung des j\u00e4hrlichen Festivals Wege der Wahrnehmung sowie des Festivals New Music Days angeboten. <\/p>\n<p>Auch im Tessin findet sich ein inhaltlicher Schwerpunkt im Bereich der Performance, wo ein grosses Gewicht auf die Neue Musik gelegt wird und sich beispielsweise darin manifestiert, dass sich die Dirigierausbildung auf Ensembleleitung im Bereich der zeitgen\u00f6ssischen Musik oder eine auf Neue Musik spezialisierte Gesangsklasse fokussiert. Erweitert wird diese Bedeutung auch durch die Tatsache, dass die Scuola Universitaria di Musica in diesem Bereich auch bei der Musikproduktion f\u00fchrend ist.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class='text-section'> <strong>Zentralschweiz und Tessin<\/strong><\/p>\n<p>In Luzern entstand 1999 aus den Tr\u00e4gervereinen von Konservatorium Luzern, Akademie f\u00fcr Schul- und Kirchenmusik Luzern und Jazz Schule Luzern die Musikhochschule Luzern, die wiederum Teil der Fachhochschule Zentralschweiz ist. Auf einem Gebiet tr\u00e4gt Luzern ganz besonders zur Vielfalt der Schweizer Musikhochschullandschaft bei. Der Tatsache geschuldet, dass die Schweizer Volksmusik in den letzten Jahrzehnten einen ungeahnten Aufschwung erlebt hat und die traditionelle Musik immer mehr Musiker und Zuh\u00f6rer anspricht, bietet die Musikhochschule Luzern (innerhalb des Studiengangs Bachelor of Arts in Music) die Studienrichtung Volksmusik an. Neben dem Unterricht auf dem Hauptfachinstrument stehen zahlreiche Ensemblekurse auf dem Programm, in denen ein breit gef\u00e4chertes Repertoire erarbeitet wird. Im Zentrum steht dabei das hochschuleigene Volksmusikensemble Alpini Vern\u00e4hmlassig, das in der Zwischenzeit zu einem viel gefragten En- semble geworden ist. Was den Aspekt des Vielf\u00e4ltigen noch unterstreicht ist die Ausdehnung der Studienerfahrung auf andere Bereiche, weshalb Volksmusikstudierende immer auch Klassik oder Jazz zu belegen haben. Mit diesem breiten Spektrum kann dem Volksmusik-Nachwuchs eine ideale Ausbildungsplattform geboten werden, die viel Potential in sich birgt. <\/p>\n<p>Der Diversit\u00e4t der bereits genannten Tessiner Musikhochschule dient sicherlich die N\u00e4he zum italienischsprachigen Umfeld, f\u00fcr welches die Schule auf dem Gebiet der Instrumental- und Vokalp\u00e4dagogik eine besondere Stellung einnimmt. Neu ist auch ein unter dem Dach der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana gemeinsam mit der P\u00e4dagogischen Hochschule in Locarno angebotener Doppelmaster, welcher von Musik und Bewegung \u00fcber den Musikunterricht an der Primarschule bis zur Schulmusik I alles abdeckt. <\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class='text-section'> <strong>Historisch<\/strong><\/p>\n<p>Besonderes Augenmerk verdienen die Basler Musikhochschulen auf dem Campus der Musik-Akademie, welche seit dem Jahr 2008 zur Fachhochschule Nordwestschweiz geh\u00f6ren. Die 1907 entstandene Hochschule f\u00fcr Musik und die 1933 von Paul Sacher gegr\u00fcndete Schola cantorum Basiliensis sind zwar unterschiedlich ausgerichtet, werden aber durch einen \u00e4hnlichen Innovationsgeist getragen, der auch in anderen Kunstgattungen ein besonderes Merkmal der Stadt ist. Zentral dabei ist der kontinuierliche Dialog zwischen Praxis und Forschung. Davon zeugt die Schola Cantorum Basiliensis, die von Anfang an entscheidende Impulse zur Historischen Auff\u00fchrungspraxis gab und ein Wissenszentrum mit internationaler Strahlkraft geworden ist. Aus einem \u00e4hnlichen Pioniergeist sind an der Hochschule f\u00fcr Musik bereits sehr fr\u00fch Studieng\u00e4nge mit Schwerpunkten im Bereich der Neuen Musik entstanden, wo Interpretation, freie Improvisation und Komposition, gelehrt und reflektiert werden. Im elektronischen Studio, das dabei eine wichtige Rolle spielte, konnten zahlreiche Impulse gesetzt und wichtige Erfahrungen gesammelt werden, die sp\u00e4ter beispielsweise auch in den v\u00f6llig neu konzipierten Jazz-Master in Producing und Performance einflossen. Eine Basler Spezialit\u00e4t ist ausserdem der Fokus auf Kammermusik, der in den regul\u00e4ren Studieng\u00e4ngen sowie im Graduate Course f\u00fcr Streichquartette (Walter Levin-Chair) seinen Ausdruck findet. <\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class='text-section'> <strong>Vermitteln und Forschen<\/strong><\/p>\n<p>Der Fachbereich Musik der Hochschule der K\u00fcnste Bern schafft mit den Standorten Bern und Biel den Br\u00fcckenschlag zwischen der Deutsch- und Westschweiz, was sich in der breiten Palette der Angebote aber auch dank Dozierenden aus den beiden Kulturr\u00e4umen niederschl\u00e4gt. Ein zentraler Schwerpunkt sind die Transdisziplinarit\u00e4t und die Musikvermittlung, die sich quer durch alle Inhalte ziehen, dasselbe gilt f\u00fcr die rege Forschungst\u00e4tigkeit, etwa die Besch\u00e4ftigung mit historischen Blasinstrumenten. Die Musik der Berner Hochschule bietet in Kooperation mit der Universit\u00e4t Bern die M\u00f6glichkeit zum Doktorat in der gemeinsam betriebenen Graduate School of the Arts, zudem betreibt sie das Schweizer Opernstudio, pflegt als Spezialit\u00e4t den Studiengang Musik und Medienkunst sowie die Vertiefung Th\u00e9\u00e2tre musical, ein Studium f\u00fcr Musikerinnen und Musiker, die sich sowohl als Composer wie als Performer betrachten. <\/p>\n<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Absicht der Konferenz Musikhochschulen Schweiz (KMHS) liegt unter anderem darin, die Vielfalt der einzelnen Schulen zu f\u00f6rdern, um damit eine m\u00f6glichst umfassende stilistische Breite der professionellen Musikausbildung und der Musikp\u00e4dagogik zu gew\u00e4hrleisten. Die Bandbreite dieser Angebote ist umfassend. 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